Isabelle Graw (Frankfurt am Main/Berlin) ist Professorin für Kunsttheorie und Kunstgeschichte an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste (Städelschule) in Frankfurt/Main. Von 1988 bis 1989 war sie Redakteurin von Wolkenkratzer Art Journal. 1990 gründete sie mit Stefan Germer (†) Texte zur Kunst und war bis heute zunächst als Mitherausgeberin, später als alleinige Herausgeberin für 89 Ausgaben verantwortlich. Von 1995 bis 1997 war sie Gastprofessorin an der Wiener Hochschule für angewandte Kunst und leitete die Meisterklasse für bildnerische Erziehung. Darüber hinaus war sie zwischen 1996 und 1998 Dozentin an der Jan van Eyck Academy in Maastricht. 2003 gründete sie mit Daniel Birnbaum das Institut für Kunstkritik an der Städelschule. Gegenwärtige Forschungsschwerpunkte: Kunstkritik und deren Märkte, Urteilsbildung und Wertschöpfung in neuen Formen des Kapitalismus, Trace und Agency in der Malerei. Unter anderem erschienen von ihr: "Die bessere Hälfte. Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts" (2003), "Der große Preis. Kunst zwischen Markt und Celebrity Culture" (2008), "Texte zur Kunst. Essays, Rezensionen, Gespräche" (2011). Als Herausgeberin: Mit Helmut Draxler und André Rottmann: "Erste Wahl. 20 Jahre Texte zur Kunst. 1. Dekade und 2. Dekade" (2 Bde., 2011); mit Daniel Birnbaum: "Canvases and Careers today. Criticism and it’s markets" (2008), "Under Pressure. Pictures, Subjects, and The New Spirit of Capitalism" (2008), "Art and Subjecthood. The Power of Judgment. A Debate on Aesthetic Critique" (2010), "The Return of the Human Figure in Semiocapitalism" (2011), "Thinking through Painting. Reflexivity and Agency beyond the Canvas" (2012).