Digitale Konferenz

How to Be Together? Gespräche über internationalen Austausch und Zusammenarbeit in den Performing Arts

Eine gemeinsame Veranstaltung von Zürcher Theater Spektakel und Tanz im August / HAU Hebbel am Ufer

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14:00 | Distance & Intimacy
15:30 | Performance, Publics, and the Pandemic

Als eine Antwort auf die herausfordernde Situation, die das physische Zusammentreffen von Menschen auf der ganzen Welt über die letzten Monate verhinderte und noch verhindert, planen wir eine Reihe von Gesprächen über die Zukunft des Austauschs und der internationalen Zusammenarbeit in den darstellenden Künsten. Das dreitägige Programm soll einen transkontinentalen Dialog zwischen Künstler*innen, Kunstveranstaltenden und Kulturpolitiker*innen anregen und die verbinden, die an unterschiedlichen Orten – geografisch, kulturell, politisch und beruflich – tätig sind. In mehreren Diskussionsrunden wollen wir alten wie auch neuen, sich durch die aktuelle globale Krise potenzierenden Fragen, wie beispielsweise die strukturellen Bedingungen und Abhängigkeiten der künstlerischen Produktion von internationaler Mobilität und Koproduktion, Raum geben. Dieser Austausch von Fachwissen, Erfahrungen und von Bewältigungsstrategien in Zeiten von Ausgangssperren, physischer Distanzierung und eines unumgänglichen gesellschaftlichen Umdenkens wird als eine gemeinsame Veranstaltung von Zürcher Theater Spektakel und Tanz im August organisiert und präsentiert.

PROGRAMM | Donnerstag 27.8.

14:00 | Welcome
Mit 
Virve Sutinen (Künstlerische Leitung Tanz im August), Matthias von Hartz (Künstlerische Leitung Zürcher Theater Spektakel)

14:15–15:00 | Distance & Intimacy
Die darstellenden Künste sind ein Feld des Experimentierens mit, durch und um den Körper herum. Mit vor Ort stattfindenden Vorstellungen und Aufführungen werden Erfahrungen von körperlicher Ko-Präsenz, Sinnlichkeit, Intimität und menschlicher Verbindung geschaffen und erforscht. Die Notwendigkeit körperlichen Abstands (physical distancing) stellt eine große Herausforderung für die Praktiken der meisten darstellenden Künstler*innen dar. Um auch weiterhin Verbindungen zwischen Performer*innen und Publikum herzustellen, veränderte Formen gegenseitiger Aufmerksamkeit zu erzeugen und die körperliche Wahrnehmung zu verschieben, haben Künstler*innen in den letzten Monaten begonnen, sich in verschiedenen Ästhetiken, Präsentationsformaten und Medien zu erproben. In diesem Gespräch werden die Theatermacherin Samara Hersch und die Choreografin Faye Driscoll über ihre Erfahrungen mit der Herstellung von Intimität durch audiobasierte Performance-Setups sowie über Erkenntnisse und neue Perspektiven berichten, die sie während der Entwicklung und Präsentation ihrer Arbeiten für das Publikum online und zu Hause gewonnen haben. Mit “Guided Choreography for the Living and the Dead” hat Faye Driscoll eine Reihe von Audioarbeiten geschaffen, die die Zuhörer*innen dazu einladen, ihre Körper und deren Grenzen neu zu begreifen. Samara Hersch hat gemeinsam mit Jugendlichen im Lockdown eine Version ihres Theaterprojekts “Body of Knowledge” für Zuhause entwickelt. Im Gespräch über ihr künstlerisches Interesse an Nähe und Abwesenheit, Körper und Stimme, reflektieren die beiden Künstlerinnen auch über die Möglichkeiten und Grenzen des Performens auf Distanz mittels technischer Erweiterungen.

Moderation Kyoko Iwaki (Wissenschaftlerin – Performing Arts, Tokyo)
Im Gespräch Samara Hersch (Theatermacherin, Melbourne), Faye Driscoll (Choreografin, New York)

15:30–17:00 | Performance, Publics, and the Pandemic
Seit Beginn des physischen Abstandsgebots (physical distancing), der Ausgangssperren und der verschärften Einschränkungen internationaler Mobilität, haben Institutionen, Produzierende und Kurator*innen der Performing Arts weltweit Strategien entwickelt, um ihre künstlerischen Programme an die neuen pandemiebedingten Umstände anzupassen und alternative Wege zu schaffen, Performer*innen und Publikum zusammenzubringen. Einige von ihnen mussten innerhalb weniger Monate ihre Arbeitsweisen und Kommunikationswege neu erfinden, andere bauten teilweise auf den Erfahrungen vorangegangener oder andauernder Krisen auf. Dieses Gespräch dreht sich um die Herausforderungen und Potenziale der Gestaltung von Festivals und anderen künstlerischen Live-Programmen in Pandemiezeiten: Wie können Künstler*innen, Communities und Publikum auf alternative und effektive Weise zusammengebracht werden, sowohl lokal als auch überregional. Ausgehend von den jüngsten Erfahrungen mit künstlerischer Programmgestaltung in Südafrika, im Iran und in Hongkong werden die eingeladenen Gäste verschiedene Ansätze für die Organisation und Präsentation von Performance-Veranstaltungen diskutieren. Außerdem wird es um Perspektiven auf Möglichkeiten des internationalen Austauschs und der Zusammenarbeit in den Performing Arts in Krisenzeiten gehen.

Moderation Dagmar Walser (Kulturjournalistin, Basel)
Im Gespräch Rucera Seethal (Künstlerische Leitung National Arts Festival, Makhanda), Kee Hong Low (Hong Kong International Black Box Festival, Hong Kong) und Sepehr Sharifzadeh (Mitbegründer Re-connect Online Performance Festival, Künstlerische Leitung NH Theater Agency, Teheran)

  • Stab

    Kuration

    Ana Letunić, Maria Rößler

  • Credits

    Eine gemeinsame Veranstaltung von Zürcher Theater Spektakel und Tanz im August / HAU Hebbel am Ufer. Unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia in Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes.

Vergangene Termine

Do 27.8.

von 14:00 bis 17:00Online

Spielorte