William Forsythe

William Forsythe zählt zu den bedeutendsten Choreografen unserer Zeit. Seit den 1980er Jahren ist er für seine akribische Formanalyse und stilistische Dekonstruktion des Balletts bekannt. 1976 wurde er Hauschoreograf des Stuttgarter Balletts und begann 1984 seine 20-jährige Tätigkeit als künstlerischer Direktor am Ballett Frankfurt. Nach der Auflösung des Ballettensembles 2003 gründete er The Forsythe Company, die er von 2005 bis 2015 leitete. Während Forsythes Arbeiten aus jener Zeit ausschließlich von der Forsythe Company aufgeführt wurden, nehmen seine früheren und späteren Stücke eine zentrale Stellung im Repertoire zahlreicher Ballettensembles weltweit ein. Der pädagogische Aspekt seines Schaffens lässt sich heute nicht nur dank des umfassenden Repertoires an Bühnenstücken erleben, sondern auch mittels der CD-ROM “Improvisation Technologies: A Tool for the Analytical Eye”, die 1994 als Unterrichtsmittel konzipiert wurde. Unter dem Titel “Choreographic Objects” hat Forsythe seit 1989 diverse Installationen, Filme und interaktive Skulpturen geschaffen.