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Foto: Herman Sorgeloos

Foto: Herman Sorgeloos

Foto: Herman Sorgeloos

Foto: Herman Sorgeloos

Foto: Maarten Vanden Abeele
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Peeping Tom

32 rue Vandenbranden

Erstmals in Berlin zu sehen, obwohl preisgekrönt und weltweit festivalerprobt: das belgische Theaterkollektiv Peeping Tom. Bekannt für seine atmosphärisch dichten und hyperrealistischen Arbeiten, zeigt es mit “32 rue Vandenbranden” eine isolierte Gemeinschaft in einem Trailerpark. Was treibt die Menschen an, die dort im Schnee, wie vergraben leben? Als Voyeure beobachten die Zuschauer*innen die Vorkommnisse durch die Fenster der einfachen Wohnungen: häusliche Gewalt, Sex, Trauer, Tod. Fünf Tänzer*innen und eine Mezzosopranistin hausen in diesem instabilen, surrealen Universum unter ganz eigenen Gesetzen von Zeit und Raum. Die Isolation führt sie und uns in eine unterbewusste Welt der Albträume, Ängste und Begierden – auf die dunkle Seite des Menschseins. Eine eklektische Musikauswahl von Bach bis K-Pop, Bellini bis Pink Floyd begleitet den theatralen Trip. "32 rue Vandenbranden” ist inspiriert von dem Kinofilm „Die Ballade von Narayama“ von Shohei Imamura. Der Film zeigt die sagenumwobenen Traditionen einer entlegenen japanischen Dorfgemeinschaft, die ihre Alten mit 70 Jahren zum Sterben auf den Berg Narayama schickt. Peeping Tom wurde im Jahr 2000 von Gabriela Carrizo und Franck Chartier gegründet, die zuvor bei Alain Platel und der Needcompany tanzten.

Im Festival

August 2016
Konzept und Regie Gabriela Carrizo & Franck Chartier
Von und mit Jos Baker, Eurudike De Beul, Marie Gyselbrecht, Hun-Mok Jung, Seoljin Kim, Maria Carolina Vieira (in früherer Besetzung mit Sabine Molenaar)
Produktion Peeping Tom
Koproduktion KVS Brussel, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt Am Main, Le Rive Gauche Saint-Etienne-du- Rouvray, La Rose des Vents Villeneuve D’Ascq, Theaterfestival Boulevard ‘s Hertogenbosch in Zusammenarbeit mit Theater aan de Parade en de Verkadefabriek, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Cankarjev Dom Ljubljana, Charleroi/danses, Centre chorégraphique de la Communauté française de Belgique – dans le cadre de la Biennale 2009.
Mit der Unterstützung der flämischen Regierung

Dauer 80 Minuten